Wettfreunde rund um den Globus
Das Wetten ist wohl so alt wie die Menschheit selbst.
Während die Steinzeitmenschen wohl auf den erfolgreichsten
Jäger unter sich gewettet haben, setzten die alten
Römer schon auf den Ausgang von Gladiatorenkämpfen
und die Menschen im Mittelalter auf den Ausgang von Ritterturnieren.
Der moderne Mensch wettet hingegen auf alles
Mögliche. In Großbritannien zum Beispiel kann man in
Wettbüros jede noch so verrückte Wette
abschließen, etwa ob Prinz William sich wieder von seiner
Kate scheiden lassen wird, ob Elton John auch einmal ohne Brille
auftritt oder wie alt die Queen wohl werden wird.
In Deutschland und im Rest Europas hingegen dominieren ganz
klar die Sportwetten: neben Fußball, Motorsport und Boxen
sind Pferdewetten
gleichermaßen eine beliebte Freizeitbeschäftigung
mit dem gewissen Nervenkitzel.
Funktion
Der Gewinn, der nach einer gewonnen Wette ausgezahlt wird,
wurde bei Wetten im privaten Bereich vorher meist vereinbart, beim
professionellen Wetten richtet sich der Gewinn hingegen nach einer vor
Abschluss der Wette festgelegten Quote.
So bedeutet die Quote 1:30 etwa, dass man beim Gewinn der
Wette den dreißigfachen Einsatz ausbezahlt bekommt. Solch
hohe Quoten werden jedoch häufig nur für
Außenseiter vergeben, so etwa, wenn man bei der
nächsten Fußballweltmeisterschaft darauf setzt, dass
die Färoer Inseln Weltmeister werden – in diesem
Fall dürfte die Quote wohl noch deutlich höher als
bei 1:30 liegen.
Für die Favoriten liegt die Quote dagegen meist in einem
deutlich niedrigeren Bereich, wer etwa bei einem Freundschaftsspiel
Deutschland gegen Liechtenstein auf Deutschland wettet, der muss sich
bewusst sein, dass die Quote für Deutschland kaum
höher als 1:2 oder 1:3 ausfallen wird.
Rechtliche Situation
Die rechtliche Situation in Deutschland unterscheidet zwischen
Glücksspiel und Gewinnspiel. Für ein
Glücksspiel ist es erforderlich, dass der Spieler einen
gewissen Geldbetrag bezahlt. So fällt die Wette genau wie
Casinospiele wie etwa Roulette, Poker oder Automatenspiele in die
Kategorie Glücksspiel während das Preisausschreiben
eines Unternehmens als Gewinnspiel einzuordnen ist.
Die Wette unter Privatpersonen fällt hingegen unter keine
spezielle Rechtsnorm, sondern richtet sich nach den allgemeinen
Grundsätzen des Bürgerlichen Gesetzbuchs
über das Wetten. So kann der Verlierer den Gewinner etwa auf
Rückzahlung des Geldes verklagen, wenn dieser die Wette nur
durch Täuschung gewonnen hat. Darüber hinaus hat der
redliche Gewinner dafür aber im Gegenteil das Risiko, sein
Geld nicht zu erhalten, denn Wettschulden sind im rechtlichen Sinne nur
Ehrenschulden und müssen nicht ausbezahlt werden. Dies gilt
selbstverständlich nur für Wetten im privaten
Bereich. Wer hingegen bei professionellen Wettbüros einen Tipp
abgibt und gewinnt, hat selbstverständlich Anspruch auf
Auszahlung seines Gewinnes.
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